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Kassra Zargaran im Wortlaut
Das WELT-Interview vom 11. September 2026
Das Märchen vom
ganz normalen Job.
Ein ehemaliger Zuhälter spricht über falsche Liebe, Gewalt, Geld und Frauen, die keinen Ausweg sehen. Seine Aussagen. Seine Erfahrungen. Seine Abrechnung mit dem Milieu.
Er war nicht nur dabei. Er hat selbst daran verdient.
Kassra Zargaran spricht im WELT-Interview über seine Zeit als Zuhälter. Über vorgespielte Liebe. Über Frauen, die zusammenbrechen. Über Geld, das nicht bei ihnen bleibt. Und über die Frage, warum sie nicht einfach gehen.
Diese Seite folgt seinen Aussagen. Zwölf Kapitel erschließen das Interview; die hervorgehobenen Passagen geben seine Antworten im Wortlaut wieder. Ergänzende amtliche Zahlen stehen im Mittelteil.
Zum Interview und zu den Fundstellen →Er beschreibt nicht nur, was andere getan haben. Er sagt auch, warum er selbst mitgemacht hat.
„Damals fand ich das okay. Ich kannte nichts anderes. In dem Milieu, in dem ich groß geworden bin, gilt Zuhälterei als erstrebenswert, weil man ohne Leistung viel Geld verdienen kann. Das soll aber keine Entschuldigung sein; mich hat keiner dazu gezwungen.“
Als die Interviewerin ihn fragt, wie die Tätigkeit eines Zuhälters aussieht, antwortet er:
„Ich würde das nicht als Arbeit bezeichnen. Das würde jeden schwer schaffenden Bürger beleidigen.“
Was nach Normalität klingt – und was der ehemalige Zuhälter dagegenhält. Vom ersten Kontakt bis zu dem, was am Ende übrig bleibt.
Die Kapitelüberschriften bündeln die Themen. Die Antworten in den Zitatblöcken stammen von Kassra Zargaran; Sprecher, Datum und Druckseite stehen jeweils dabei.
Seine Antworten beginnen dort, wo die freundlichen Begriffe aufhören.
Zargaran stellt die Frage, der man lieber ausweicht.
Als WELT ihn fragt, ob Prostitution ein normales Gewerbe sei, antwortet er nicht mit einer Branchenbeschreibung. Er fragt, ob man dieselbe Tätigkeit der eigenen Tochter wünschen würde. Seine Antwort ist unmissverständlich.
„Darauf antworte ich immer: „Würdest du wollen, dass deine Tochter täglich 20 Schwänze lutscht?“ Natürlich nicht, hier wird ein Mensch zur Ware gemacht und verkauft.“
Für ihn zeigt sich der Widerspruch dort, wo die abstrakte Zustimmung persönlich wird. Einerseits werde Prostitution als akzeptierter Wirtschaftszweig behandelt. Andererseits, sagt er, würde niemand sie auf einer Berufsmesse so empfehlen wie andere Tätigkeiten.
„Wenn es ein Job wie jeder andere wäre – wo sind dann die Stände auf den Berufsmessen? Die gibt es nicht, natürlich nicht, weil das absolut fahrlässig wäre. Wir sind eines der wenigen Länder, in denen Prostitution ein legaler, staatlich und gesellschaftlich akzeptierter Wirtschaftszweig ist – so lange, bis das eigene Kind anschaffen geht.“
Er nennt diese Erzählung zynisch.
Zargaran formuliert sein Urteil ausdrücklich pauschal. Er sieht in Prostitution keine normale Ausprägung sexueller Selbstbestimmung. Seine Aussage lautet:
„Das soll sexuelle Selbstbestimmung sein? Für mich als ehemaligen Zuhälter klingt das zynisch. Ich sage das ganz pauschal: In einem mental gesunden Zustand und Umfeld entscheidet sich niemand freiwillig dafür, sich zu prostituieren.“
Seine Kritik richtet sich nicht gegen freiwillig gelebte Sexualität. Er unterscheidet zwischen Menschen, die gemeinsam ihre Wünsche ausleben, und einem Verhältnis, in dem wirtschaftliche Interessen den Rahmen bestimmen.
„Wenn ich von Prostitution rede, rede ich nicht von sexueller Offenheit. Wenn sich Menschen zum Feiern in kinky Clubs treffen, ist das etwas gänzlich anderes: Man lebt gemeinsam und freiwillig etwas aus, bei dem es nicht um wirtschaftliche Interessen geht. Das ist sexuelle Entfaltung in einer liberalen Gesellschaft. Bei Prostitution ist der Rahmen aber ein vollkommen anderer.“
Die Liebe, die er beschreibt, ist ein Mittel zum Zweck.
Auf die Frage nach seiner früheren Rolle schildert Zargaran nicht bloß Organisation und Geld. Er spricht über Täuschung: Frauen sollen glauben, geliebt zu werden, und für den Zuhälter anschaffen gehen.
„Außerdem versuchst du, mehr Frauen dazu zu bringen, für dich anschaffen zu gehen. Du spielst ihnen falsche Tatsachen und falsche Liebe vor. Die meisten Zuhälter sind sozial intelligent und haben ein Gespür für Menschen, die für ihre Manipulation anfällig sind. Dieses Vorgehen nennt sich „poussieren“ oder, moderner, die „Loverboy-Methode“.“
Im Interview nennt er das Vorgehen beim Namen: „Loverboy-Methode“. Die Aufmerksamkeit gilt nach seiner Schilderung gerade den Menschen, bei denen der Zuhälter eine Anfälligkeit für seine Einflussnahme erkennt. Die Beziehung wird vorgespielt; das wirtschaftliche Interesse bleibt.
Er spricht nicht von Kundengewinnung. Er spricht von Jagd.
Zargaran verwendet für die Anwerbung das Wort „Beuteschema“. Er beschreibt Frauen aus schwierigen Lebensverhältnissen, mit belastenden Erfahrungen und einem Bedürfnis nach Bindung.
„Das Beuteschema sind Frauen aus prekären Verhältnissen: mit narzisstischen oder getrennten Eltern, Traumata, meist durch Männer, Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch, oft einem schwierigen Verhältnis zum Vater. Durch dieses irritierte Männerbild fühlen sie sich oft von bestimmten toxischen Verhaltensmustern angezogen.“
Auch das Alter benennt er. Die Frauen, die er als Ziel dieser Anwerbung beschreibt, sind für ihn keine souveränen Geschäftspartnerinnen, die bereits auf ein unabhängiges Leben zurückblicken.
„In bestimmten Bars, Jugendhäusern und einschlägigen Diskotheken begibst du dich auf die Jagd nach ihnen. In niedrigschwelligen Etablissements – du suchst schließlich nach 18-Jährigen, wenn nicht nach Jüngeren. Das sind Kinder, naiv und ohne Lebenserfahrung, die teils noch bei ihren Eltern wohnen.“
Er erzählt von Frauen, die etwas tun mussten, das sie nicht wollten.
Die erste Frage des Interviews gilt seiner Kehrtwende. Zargaran beschreibt sie als schleichenden Prozess – ausgelöst durch das, was er im Rotlichtmilieu immer wieder gesehen habe. Seine Antwort ist drastisch.
„In meinen Jahren im Rotlichtmilieu habe ich ständig gesehen, wie Frauen Nervenzusammenbrüche erlitten haben: weil sie sexuelle Praktiken vollziehen mussten, die sie nicht vollziehen wollten; weil gruselige Typen sich wünschten, sie „Mama“ zu nennen; weil sie gefragt wurden, ob sie es gut fänden, erdrosselt zu werden, Kot zu essen oder ein Kind zu vergewaltigen. Irgendwann habe ich beschlossen: Ich bin fertig damit.“
Sein Bericht beginnt mit Nervenzusammenbrüchen und unerwünschten sexuellen Praktiken. Genau daraus erklärt er seine spätere Ablehnung des Geschäfts. Er spricht nicht über eine abstrakte Moralvorstellung, sondern über die Situationen, die er nach eigener Aussage miterlebt hat.
Auf die Frage nach den Frauen antwortet er: traumatisiert.
WELT fragt ihn ausdrücklich, wie es den Frauen ging, die für ihn arbeiteten. Zargaran schildert die Folgen für diese Frauen mit folgenden Worten:
„Diese Frauen waren vollständig und nachhaltig traumatisiert. Weder der Körper noch die Psyche sind für so viel Geschlechtsverkehr mit Fremden gemacht. Normalerweise leben wir Sexualität mit Menschen, zu denen wir uns hingezogen fühlen. Das kann auch ein One-Night-Stand sein. Aber wenn sich eine Frau verkauft, verkauft sie sich an wildfremde, teils ungepflegte, übergriffige und gestörte Männer. Sie findet die weder attraktiv, noch hat sie eine emotionale Bindung zu ihnen. Perversion kennt keine Grenzen. Das jahrelang aushalten zu müssen, ist schwer traumatisierend.“
Er beschreibt nicht nur, was Frauen ertragen hätten, sondern auch, wie sie es ertragen hätten. Er berichtet von Alkohol, Drogen und Provisionen für verkaufte Flaschen – und davon, welche Spuren das Nachtleben nach seiner Beobachtung hinterlassen habe.
„Deswegen arbeiten viele Mädchen unter Drogen- und Alkoholeinfluss. Sie werden dazu richtiggehend animiert und erhalten oft Provision für jede Flasche, die sie an den Mann bringen. Das Nachtleben hinterlässt Spuren, und viele Frauen sehen Jahrzehnte älter aus, als sie sind: kaputter Rücken, geschädigte Geschlechtsteile und fahle Haut.“
Anmeldungen, Ermittlungsverfahren und erfasste Opfer: die amtlichen Jahresdaten für Deutschland. Datenstand und Quelle sind an den Zahlen ausgewiesen.
Personen mit gültiger behördlicher Anmeldung am Jahresende. [02]
Abgeschlossene Ermittlungsverfahren im Bereich sexueller Ausbeutung. [03]
Im BKA-Lagebild erfasste Opfer im Bereich sexueller Ausbeutung. [03]
Destatis: gültige Anmeldungen zum 31.12.2025; für Berlin sind Angaben von 2024 enthalten. BKA: im Berichtsjahr 2025 abgeschlossene Ermittlungsverfahren und darin erfasste Opfer. Die Anmelde- und die Polizeistatistik sind getrennte Erhebungen. [02][03]
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Deutschland · gültige Anmeldungen, amtlicher Meldestand 31.12.2025. Berlin: Angaben von 2024.
| Bundesland | Anmeldungen |
|---|---|
| Baden-Württemberg | 3.835 |
| Bayern | 4.826 |
| Berlin* | 1.705 |
| Brandenburg | 109 |
| Bremen | 707 |
| Hamburg | 1.278 |
| Hessen | 3.804 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 182 |
| Niedersachsen | 2.827 |
| Nordrhein-Westfalen | 8.339 |
| Rheinland-Pfalz | 1.379 |
| Saarland | 769 |
| Sachsen | 1.154 |
| Sachsen-Anhalt | 324 |
| Schleswig-Holstein | 998 |
| Thüringen | 238 |
Abgeschlossene Ermittlungsverfahren in den Berichtsjahren 2024 und 2025. Beide Balken verwenden dieselbe Skala.
+7,4 % gegenüber dem Vorjahr.
2024: 364 Verfahren. 2025: 391 Verfahren. [03]
Was Zargaran über Gewinne, Abhängigkeit und die Zeit danach erzählt.
Viel Geld verdient. Und selbst nichts davon behalten.
Der ehemalige Zuhälter beschreibt seine damalige Rolle in einem Satz, der das Geldverhältnis offenlegt: Er habe sich um die Frauen gekümmert, das Geld kassiert und es ausgegeben.
„Als Zuhälter bist du Mädchen für alles: Du kümmerst dich um die Frauen, kassierst das Geld – und gibst es aus.“
Am Ende des Interviews kommt er auf die Bilanz zurück. Auch hohe Einnahmen bedeuteten in den Lebensläufen, die er schildert, gerade keine finanzielle Sicherheit für die Frauen. Die Erträge seien beim Zuhälter geblieben.
„Selbst wenn sie in all den Jahren viel Geld verdient haben, haben sie davon meistens nichts. Nachdem sie sich dermaßen geschunden haben, ist der Einzige, der kassiert hat, der Zuhälter.“
Kein Konto. Kein Mietvertrag. Kein eigenes Handy.
Warum ist es so schwer, sich zu lösen? Seine Antwort beginnt bei den alltäglichen Grundlagen eines unabhängigen Lebens. Er beschreibt Frauen, die darüber nicht selbst verfügen.
„Zuhälter machen die Frauen gesellschaftlich von sich abhängig: Die Mädchen haben kein eigenes Konto, keinen eigenen Mietvertrag, kein eigenes Handy. Die leben komplett abgeschottet. Das hinterlässt Spuren.“
Er erzählt von einer schwer misshandelten Frau, der er anbot, stattdessen für ihn zu arbeiten. Auch dabei beschreibt er sich selbst als manipulativ. Seine Erinnerung an diese Begegnung:
„Ich kannte eine Frau, die regelmäßig fast totgeschlagen wurde von ihrem Zuhälter. Wenn der zugelangt hat, ist da nichts mehr gewachsen. Solche Frauen sind völlig orientierungslos: Die wollen nicht zur Polizei, wollen keine Aussage machen, keinen Zeugenschutz, kein Frauenhaus – nur weg. Ich habe angeboten, dass sie statt für ihn für mich arbeiten könnte. Ich war auch ein manipulatives Arschloch, aber immerhin nicht gewalttätig. Sie hat abgelehnt, so sehr hatte sie Angst vor ihm und so wenig konnte sie sich vorstellen, sich von ihm zu lösen.“
„Viele außerhalb des Milieus können sich das nicht vorstellen: „Wieso haut sie denn nicht einfach ab?“ Das ist nicht so einfach, wenn du jahrelang mindestens mentalem, meist auch körperlichem Missbrauch ausgesetzt warst.“
Eine Konzession ist in seinem Bericht kein Schutz vor Erpressung.
Zargaran beschreibt die Branche als von organisierter Kriminalität dominiert. Er formuliert das nicht als vorsichtigen Verdacht, sondern als grundsätzliches Urteil über das Geschäft.
„Prostitution ist ein Geschäft, das sich nicht steuern lässt. Mit der Legalisierung wurde ein wirtschaftlicher Zweig geschaffen, der in Gänze der organisierten Kriminalität zum Opfer gefallen ist und von ihr dominiert wird.“
Er schildert eine Situation, in der die behördliche Anmeldung den Betreiber nicht davor bewahrt, dass andere den Zugang zum Geschäft und die Verteilung der Einnahmen erzwingen.
„Ein Beispiel: In Deutschland ein lukratives Bordell zu eröffnen, ist nicht so leicht möglich. Du kannst das machen, dir eine Konzession holen, deinen FKK-Club anmelden – und dann stehen irgendwann die Albaner vor deiner Tür. Dann heißt es: „Wir haben dir nie erlaubt, diesen Laden aufzumachen. Du hast jetzt zwei Optionen: Entweder du nimmst unsere Frauen oder du drückst prozentual Geld ab.““
„Wenn du dich weigerst, folgt die erste Drohung: ein Überfall, ein Foto deiner Familie, ein Schuss auf dein Haus. Das eskaliert immer weiter und endet im schlimmsten Fall mit Mord.“
Das Etikett „High Class“ ändert sein Urteil nicht.
Im Anschluss an seine Aussage über Freiwilligkeit spricht Zargaran ausdrücklich über die Spannweite vom Straßenstrich bis zum Escort. Er räumt Unterschiede ein, zieht die Grenze seiner Kritik aber nicht beim Preis oder beim Auftreten des Angebots.
„Das mag in den unterschiedlichen Bereichen zwischen Straßenstrich und Escort leicht variieren – aber auch das High-Class-Escort wird von seinem Gegenüber als kaufbares Objekt gesehen.“
Das ist der Punkt, den er hervorhebt. Seine Kritik endet nicht dort, wo das Angebot exklusiver wirkt. Er beschreibt das Gegenüber auch im High-Class-Bereich als jemanden, der die Frau als kaufbares Objekt wahrnehme.
Er erzählt von Ersatz, Freikaufen und einem leeren Lebenslauf.
WELT fragt, wie eine „Karriere“ in der Prostitution endet. Zargaran antwortet mit einer Schilderung, in der der Zuhälter entscheidet, wann die Frau gehen kann – und ob sie sich dafür freikaufen muss.
„Das Ende kommt, wenn die Frau zu alt ist: Ab 30 ist es langsam vorbei. Es kommen ja immer Jüngere nach. Häufig müssen sich die Frauen dann bei ihrem Zuhälter freikaufen. Manchmal lässt er sie auch so gehen, sobald er Ersatz gefunden hat.“
„Dann stehen diese Frauen da, ohne jegliche Vita. Was sollen die in ihren Lebenslauf schreiben? „Erfahrung: mehr als zehn Jahre in der Prostitution“? Die sind völlig verloren. Das Ende vom Lied ist oftmals Grundsicherung.“
Seine persönliche Bilanz über die Ausstiege, die er kennt, fällt ebenso deutlich aus:
„Ich kenne nicht eine Frau, die gesund, finanziell oder mental stabil aus diesem Business ausgestiegen ist. Wenn es sie denn überhaupt gibt, ist das ein verschwindend geringer Prozentsatz.“
Er nennt diese Vorstellung lebensfern, selbstgerecht und naiv.
Am Schluss wendet sich Zargaran gegen das Bild eines Milieus, in dem alle selbstbestimmt handeln und bei einem übergriffigen Kunden einfach die Polizei gerufen wird. Seine letzten Sätze im Interview lauten:
„In der Realität arbeiten Prostituierte nicht in einem selbstbestimmten Frauenverein, in dem alle schön und cool sind, und sobald ein Mann sich danebenbenimmt, wird die Polizei gerufen. Das zu denken, ist lebensfern, selbstgerecht und naiv.“
Auf die Frage nach einem Verbot spricht er sich für das nordische Modell aus. Er begründet seine Forderung mit dem Schutz der Frauen und formuliert seine Bewertung der Freier so:
„Das nordische Modell ist absolut wünschenswert für Deutschland. Die Frau ist dem Mann in den meisten Fällen physisch unterlegen und deswegen per se schützenswert. Nicht jeder Mann ist ein Täter – aber jeder Freier ist es.“
WELT hält ihm entgegen, dass Menschenhandel, Gewalt und Erpressung bereits verboten seien. Zargaran antwortet:
„Kriminalität findet immer ihren Weg, und natürlich würde es weiter geheime Untergrund-Bordelle geben. Aber es geht um die breite Masse. Wir sprechen über Frauenschutz – und gleichzeitig ist es gesellschaftlich vollkommen akzeptiert, wie sehr Frauen in Puffs leiden, und wie beinahe unmöglich es ist, aus diesem Kosmos auszubrechen.“
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Das Interview ist die Grundlage der zwölf Kapitel. Die amtlichen Zahlen und Hilfeangebote sind als ergänzende Quellen aufgeführt.
8 Quellen und Referenzen
Das Interview von Uma Sostmann mit Kassra Zargaran, veröffentlicht am 11.09.2026. Grundlage dieser Darstellung ist die bereitgestellte vierseitige PDF-Druckfassung. S. 1: Kehrtwende, Zuhälterei und Anwerbung. S. 2: Beuteschema, Belastungen, Freiwilligkeit, Escort und seine Forderung. S. 3: organisierte Kriminalität, Abhängigkeit, Ausstieg und Schlussaussage. Der Originalartikel ist ein WELT-Plus-Angebot.
Originalquelle öffnen32.474 gültige Anmeldungen. Zuordnung nach dem Sitz der zuständigen Behörde. Meldestand: 31.12.2025; für Berlin enthält die Tabelle Angaben von 2024. Zahlen und Quellenstand aus der bisherigen Seitenfassung.
Originalquelle öffnenBKA-Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung 2025, Bereich sexuelle Ausbeutung: 391 abgeschlossene Ermittlungsverfahren und 574 erfasste Opfer. Vergleichswert 2024: 364 Verfahren. Zahlen und Quellenstand aus der bisherigen Seitenfassung.
Originalquelle öffnen116 016, innerhalb Deutschlands, rund um die Uhr, kostenfrei und anonym; Beratung in 19 Sprachen. Auch für unterstützende Personen und Fachkräfte.
Originalquelle öffnenBundesweites Verzeichnis. Filter unter anderem nach Ort, Zielgruppe und Angebot. Leistungen, Erreichbarkeit und Aufnahmebedingungen klärt die jeweilige Stelle.
Originalquelle öffnenVertrauliche und kostenfreie Beratung in Berlin, unter anderem bei Krisen, zur beruflichen Umorientierung und zur Existenzsicherung.
Originalquelle öffnenPolizeinotruf 110; medizinischer Notfall oder Feuer 112. Keine eigenmächtigen Konfrontationen mit gewaltbereiten Personen.
Originalquelle öffnenRotlicht-Alarm ist ein Informationsangebot der Stichting Rudulin. Anschrift, Vertretung und Kontaktwege der Stiftung sind im verlinkten Impressum ihres Projekts Restart Democracy veröffentlicht. Dort wird die Stiftung als „Rudulin Stichting“ bezeichnet.
Stiftungsangaben aufrufenKeine Treffer. Versuche einen anderen Suchbegriff oder den Filter „Alle“.
Interview: Kassra Zargaran im Gespräch mit Uma Sostmann, WELT, 11.09.2026. Die Originalzitate sind mit Sprecher und Druckseite gekennzeichnet. Die Kapitelüberschriften und verbindenden Absätze erschließen seine Aussagen thematisch. Die auf dieser Seite wiedergegebenen Bewertungen innerhalb der Zitate stammen vom Interviewten.
Textdarstellung: Druckbedingte Zeilenumbrüche und im PDF ausgeschriebene Verweis-URLs sind nicht Bestandteil des Zitatwortlauts.
Zahlen: Der Mittelteil übernimmt die Zahlen und Quellenstände der bisherigen Fassung; Rechercheabschluss dort: 04.10.2026. Diese Überarbeitung ist keine neue Datenrecherche. Die Seite aktualisiert ihre Angaben nicht automatisch.
Gestaltung: Die Tür und das Warenetikett sind symbolische HTML-/CSS-Elemente. Es wird kein realer Betrieb abgebildet. Das Pressefoto aus dem WELT-Artikel wird nicht verwendet. Projektmarke: Rotlicht-Alarm. Herausgeberin: Stichting Rudulin.
Textrechte: Die Zitate stammen aus der vom Auftraggeber bereitgestellten Interviewfassung. Eine gesonderte Veröffentlichungsfreigabe der Rechteinhaber ist hier nicht dokumentiert; der Betreiber muss die Nutzung vor einer öffentlichen Bereitstellung klären.
„Wer sagt, Prostitution sei „ein völlig normales Gewerbe“, verschließt vor all dem die Augen.“
Kassra Zargaran · WELT · 11.09.2026 · Druckfassung S. 2 [01]